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Sprachstörung Aphasie

Nach vorsichtigen Schätzungen sind in Deutschland weit über 80.000 Menschen jedes Jahr neu von einer Aphasie betroffen. Die Zahl der an Aphasie leidenden Menschen ist jedoch um ein Vielfaches höher. Aphasie ist keine seltene Behinderung. Wie die klinische Erfahrung zeigt, ist die Chance in den Beruf zurückzukehren meist gering. Auch stossen Aphasiker schnell an ihre Grenzen, wenn es darum geht, ihren Alltag zu organisieren, denn ohne das Medium Sprache ist eine reibungslose Kommunikation mit unseren Mitmenschen nur sehr schwer zu realisieren.

Bisher gab es in der Region Mittelfranken keine Anlaufstelle für Menschen mit Aphasie. Doch dies hat sich seit der Gründung des Integrationszentrums am 08. November 1999 geändert. Mit dem IZA- Integrationszentrum für Aphasiker e.V. Mittelfranken wurde für den Bezirk eine große Lücke im Bereich der Nachsorge geschlossen.

Das Zentrum, dass seine Gründung im Herbst 1999 - durch Initiative von Betroffenen, Ärzten und Therapeuten der Fachklinik für Rehabilitation in Herzogenaurach -  feierte, wird nun seit Oktober 2000 hauptamtlich von einer Mitarbeiterin geführt. Sie wird unterstützt von einer Honorar - Mitarbeiterin.

Das Integrationszentrum für Aphasiker - IZA ist eine Beratungs- und Begegnungsstätte für Menschen mit Aphasie und deren Angehörige mit dem Ziel, einen Beitrag zur sozialen und beruflichen Rehabilitation dieser Menschen durch konkrete Projekte zu leisten. Durch Einzelfallberatung und Betreuung von Selbsthilfegruppen wird die Bedrohung der sozialen Isolation für Aphasiker und deren Angehörige maßgeblich verringert.

In Einzelgesprächen werden betroffene und Angehörige beraten, Kontakte zu Behörden und Selbsthilfegruppen hergestellt und gemeinsam mit den Angehörigen nach geeigneten Aktivitäten gesucht. Wichtig ist es, die persönlichen Möglichkeiten zu analysieren und gemeinsam eine geeignete Tagesstruktur zu entwickeln. Es ist Ziel die Betroffenen zu bewegen wieder Verantwortung für ihre eigene Person zu übernehmen.

Die schon bestehende Selbsthilfegruppe umfasst ca. 50 Teilnehmer, die sich monatlich einmal treffen um sich mit Gleichbetroffenen auszutauschen, gegenseitig zu unterstützen und damit ihre Probleme besser zu bewältigen.

Das IZA fördert den Selbsthilfegedanken, dem in der neuen Gesundheitsstruktureform eine verstärkte Rolle zugeschrieben wird. Durch Integration statt Isolation sollen auch sekundäre psychische und physische Folgen vermieden werden.

Modell - Optimierung der Nachsorge und Beratungsangebote

Angestrebt wird, die Zusammenarbeit mit den in der Region bestehenden Akut- und Rehabilitationskliniken, mit niedergelassenen Therapeuten und Selbsthilfegruppen, zu optimieren.
Dem Betroffenen soll eine optimale Versorgung gewährleistet und eine besonders nahtlose Nachsorge geboten werden um einer möglichen Isolation entgegenzuwirken.

Hierzu besteht eine Vielzahl von Angeboten.

 
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